Die Clearingstelle
Konflikte gibt es überall, wo Menschen zusammen sind, auch in der Schule. Entscheidend ist nicht, ob sie entstehen, sondern wie wir damit umgehen. Genau dafür ist die Clearingstelle da.
Was ist die Clearingstelle?
Eine schulinterne Ressource, die Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und alle Mitglieder der Schulgemeinschaft bei der Bewältigung von Konflikten unterstützt. Wichtig sind uns dabei Offenheit, Fairness und Kommunikation auf Augenhöhe.
Was ist das Ziel?
Konflikte so klären, dass alle Beteiligten damit leben können, sodass danach noch miteinander geredet werden kann.
Wer kann die Clearingstelle nutzen?
Alle Mitglieder der Schulgemeinschaft: Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und weitere Beteiligte.
Was macht die Clearingstelle besonders?
Strenge Vertraulichkeit, ausgebildete Kolleginnen und Kollegen sowie ein breites Repertoire an Methoden.
Teil unseres Schulkonzepts
Konfliktarbeit ist kein Sonderangebot, sondern fester Bestandteil unseres pädagogischen Selbstverständnisses als Gemeinschaftsschule.
Ausgebildetes Team
Unsere Kolleginnen und Kollegen der Clearingstelle sind gezielt für Gesprächsmoderation und Konfliktbegleitung qualifiziert.
Freiwilligkeit & Empfehlung
Die Clearingstelle kann selbst kontaktiert oder von Lehrkräften und der Schulleitung empfohlen werden.
Wie funktioniert die Clearingstelle?
Wenn ein Konflikt auftritt, können die Beteiligten die Clearingstelle kontaktieren. Der Ablauf ist klar strukturiert und immer auf die Situation abgestimmt.
Kontaktaufnahme
Eine oder mehrere beteiligte Personen melden sich bei der Clearingstelle, persönlich, per E-Mail oder über eine Lehrkraft bzw. die Schulleitung.
Sicherer Gesprächsraum
Die Clearingstelle bietet einen vertraulichen Rahmen, in dem alle Beteiligten ihre Perspektiven und die Hintergründe des Konflikts offen schildern können.
Moderation & Klärung
Ausgebildete Kolleginnen und Kollegen moderieren das Gespräch, decken Missverständnisse auf und helfen den Beteiligten gemeinsam nach konstruktiven Lösungen zu suchen.
Vereinbarung & weiteres Vorgehen
Am Ende steht eine gemeinsam erarbeitete Vereinbarung oder eine Beratung zum nächsten Schritt, mit dem Ziel, dass alle Beteiligten zufrieden aus dem Prozess herausgehen.
Am Ende steht eine Vereinbarung, die alle mittragen. Keine Entscheidung, die jemand aufgezwungen bekommt.
Vertraulichkeit und Offenheit
Die Clearingstelle arbeitet streng vertraulich. Das bedeutet: Alles, was während der Gespräche besprochen wird, bleibt unter den Beteiligten. Diese Grundregel gilt ausnahmslos.
Strikte Vertraulichkeit
Alle Inhalte der Gespräche werden vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben, es sei denn, alle Beteiligten stimmen dem ausdrücklich zu.
Raum für Ehrlichkeit
Die Vertraulichkeit fördert Offenheit: Beteiligte können ihre Sichtweisen und Gefühle frei äußern, ohne befürchten zu müssen, dass diese Informationen nach außen dringen.
Neutralität
Die Kolleginnen und Kollegen der Clearingstelle sind neutral. Sie ergreifen keine Partei, sondern begleiten den Prozess fair und unvoreingenommen.
Wichtiger Hinweis: Die Vertraulichkeit gilt nicht, wenn es Hinweise auf eine ernsthafte Gefährdung des Wohls einer Person gibt. In diesem Fall sind die Beteiligten verpflichtet, die notwendigen Schritte einzuleiten.
Mediation als weiteres Instrument
Neben der Clearingstelle verfügen wir über ein weiteres, besonders wirkungsvolles Instrument: Mehrere Kolleginnen und Kollegen haben sich in professioneller Mediation weitergebildet und können dieses strukturierte Verfahren gezielt einsetzen.
Mediation erweitert unser Repertoire an Konflikthilfemaßnahmen deutlich und ermöglicht es uns, auch komplexere oder festgefahrene Situationen professionell zu begleiten.
Was ist Mediation?
Mediation ist ein strukturiertes Verfahren, bei dem eine ausgebildete, neutrale Person (die Mediatorin bzw. der Mediator) den Konflikt der Konfliktparteien verstehen möchte. Dieser Verstehensprozess ist echte Mitgefühlsarbeit. Die Lösung eines Konflikts ist wünschenswert, jedoch nicht das primäre Ziel einer Mediation.
Was unterscheidet Mediation von der Clearingstelle?
Die Clearingstelle bietet niedrigschwellige und freiwillige Gesprächsbegleitung und Moderation. Mediation ist ein verpflichtender, formalisierter Prozess mit klaren Phasen. Sie kommt zum Einsatz, wenn eine tiefere Bearbeitung des Konflikts sinnvoll ist.
Wie Clearingstelle und Mediation zusammenwirken
Langfristige Wirkung
Wer gelernt hat, Konflikte offen anzusprechen und Lösungen zu erarbeiten, trägt das weit über die Schulzeit hinaus. Das ist keine Nebenleistung der Clearingstelle. Es ist ihr eigentlicher Zweck.
Kommunikationsfähigkeit
Wer gelernt hat, Konflikte offen und respektvoll anzusprechen, wird auch in anderen Lebensbereichen besser kommunizieren.
Problemlösungskompetenz
Das gemeinsame Erarbeiten von Lösungen stärkt die Fähigkeit, kreativ und konstruktiv mit schwierigen Situationen umzugehen.
Empathie & Perspektivwechsel
Das Zuhören und Verstehen anderer Sichtweisen fördert Empathie und das ist eine der wichtigsten sozialen Kompetenzen überhaupt.
Schulklima
Langfristig trägt eine gelebte Konfliktkultur zu einem positiven, sicheren Schulumfeld bei, für alle Mitglieder der Gemeinschaft.
Wer in der Schule gelernt hat, Konflikte anzusprechen statt zu ignorieren, ist auch außerhalb besser dran. Das gilt für Schülerinnen und Schüler genauso wie für Erwachsene.
Fragen zur Clearingstelle oder zum Mediationsangebot? Wenden Sie sich direkt an das Team: clearingstelle@gmscc.lernsax.de
