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Coaching am Campus Cordis

Individuelle Gespräche für die persönliche Entwicklung von Schülerinnen und Schülern in jeder Jahrgangsstufe.

WillkommenSchulkonzeptCoaching

Die Schülerin und der Schüler im Mittelpunkt

Beim Coaching geht es nicht um Noten, sondern um die Person dahinter: Wie geht es dir? Was beschäftigt dich? Wohin möchtest du?

Die Inhalte kommen von der Schülerin oder dem Schüler. Die Struktur kommt von der Lehrkraft. Das Ziel ist immer: einen Schritt weiterkommen. Grundprinzip des Coachings am Campus Cordis
Grundidee

Was Coaching bedeutet

Coaching am Campus Cordis ist ein Einzelgespräch zwischen einer Lehrkraft und einer Schülerin oder einem Schüler. Es findet regelmäßig, im vertrauten Rahmen und auf Augenhöhe statt. Im Mittelpunkt steht nicht, was noch nicht klappt, sondern wie die Schülerin oder der Schüler sich selbst wahrnimmt, was sie oder er sich vornimmt und wohin sie oder er sich entwickeln möchte.

Themen aus dem Fachunterricht werden in der Individuellen Lernzeit (ILZ) bearbeitet. Das Coaching richtet sich auf etwas anderes: auf die Entwicklung der ganzen Person, in der Schule, im sozialen Miteinander und darüber hinaus.

Schülerinnen und Schüler bringen ihre eigenen Themen mit. Das können schulische Vorhaben sein, Fragen des Miteinanders oder etwas aus dem persönlichen Alltag. Der rote Faden durch alle Gespräche ist die Entwicklung personaler und sozialer Kompetenzen: Selbstdisziplin, Selbstreflexion, Übernahme von Verantwortung für das eigene Lernen, Einhaltung von Regeln, andere unterstützen und vieles mehr.

Selbstreflexion

Schülerinnen und Schüler lernen, die eigene Entwicklung wahrzunehmen und in Worte zu fassen. Eine Fähigkeit, die weit über die Schulzeit trägt.

Ziele formulieren

Die Schülerin oder der Schüler formuliert das eigene Ziel selbst. Das ist die anspruchsvollste und wertvollste Arbeit im Coachinggespräch und nimmt den größten Teil der Zeit ein.

Soziale Kompetenzen

Wie gelingt das Miteinander? Was hilft, wenn es in der Klasse hakt? Auch dafür ist Coaching der richtige Ort.

Eigenverantwortung

Die Schülerin oder der Schüler trägt die Verantwortung für den Inhalt des Gesprächs. Die Lehrkraft sorgt für den Rahmen und begleitet den Prozess.


Ganzheitlicher Ansatz

Kein Einzelereignis, sondern ein roter Faden

Das Coaching steht nicht allein. Es ist eingebettet in ein Konzept, das Selbstregulation als echte Lebenskompetenz begreift: In jeder Unterrichtsstunde setzen sich Schülerinnen und Schüler kurze Lernziele. Jede Woche planen sie ihr Vorankommen im Lerntagebuch und schauen zurück, was gelungen ist. Und alle fünf bis sieben Wochen gibt es mit dem Coaching einen größeren Moment des Innehaltens: Wo stehe ich? Was nehme ich mir vor? So entsteht über die Jahre hinweg nicht nur Routine, sondern ein echtes Gespür für sich selbst. Mehr dazu finden Sie unter Selbstreguliertes Lernen.


Coaching und Beratung

Zwei unterschiedliche Ansätze, beide wertvoll

Beratung, wie wir sie auch bei uns anbieten, etwa zur Berufsorientierung, Kurswahl in der Oberstufe oder zum Übergang nach der Schule, ist wichtig und hat ihren festen Platz. Coaching verfolgt jedoch ein anderes Ziel.

Beratung

Wer kennt sich am besten aus?
Die beratende erwachsene Person bringt das Fachwissen mit und gibt Orientierung.

Was ist das Ziel?
Das Ziel ist ein konkretes Ergebnis oder eine Entscheidung, etwa welcher Kurs passt oder welcher Ausbildungsweg in Frage kommt.

Was ist die Aufgabe der Lehrkraft?
Informationen geben, Wege aufzeigen, Empfehlungen aussprechen

Wann ist es sinnvoll?
Sinnvoll ist die Beratung dann, wenn klaren Sachfragen, Planungen und Entscheidungen anstehen, für die Erfahrung und Fachwissen gebraucht werden.

Coaching

Wer kennt sich am besten aus?
Am besten kennt sich die Schülerin oder der Schüler aus, denn niemand kennt sich selbst besser.

Was ist das Ziel?
Im Coaching gibt es kein vorformuliertes Ziel. Die Schülerin oder der Schüler entwickelt es im Gespräch selbst, aus dem, was sie oder ihn bewegt.

Was ist die Aufgabe der Lehrkraft?
Fragen stellen, Raum geben, begleiten, eigene Ideen einbringen, die angenommen oder abgelehnt werden können

Wann ist es sinnvoll?
Sinnvoll ist das Coaching dann, wenn es um persönliche Entwicklung, Selbstreflexion und eigene Ziele geht.

Was für die eine Person funktioniert, muss für eine andere nicht passen. So unterschiedlich wir Menschen sind, so unterschiedlich sind auch die Wege, die wirklich helfen. Genau deshalb entscheidet beim Coaching immer die Schülerin oder der Schüler selbst.

Abgrenzung

Coaching und Schulsozialarbeit

Coaching ist kein Ersatz für sozialpädagogische Unterstützung. Wenn eine Schülerin oder ein Schüler in einer schwierigen Lebenssituation Begleitung braucht, ist die Schulsozialarbeit die richtige Anlaufstelle.


Kontakt

Ansprechperson für das Coachingkonzept

KS
Kristin Schwarz Fachleiterin für Individuelle Förderung mit den Schwerpunkten Classroom Management, Coaching, digitales und selbstreguliertes Lernen
schwarzk@gmscc.lernsax.de
Rhythmus

Siebenmal im Jahr, alle fünf bis sieben Wochen

Jede Schülerin und jeder Schüler führt in jedem Schuljahr sieben Coachinggespräche. Die Termine sind verbindlich im Stundenplan verankert und dauern zwischen 15 und 35 Minuten. Zwei dieser Gespräche finden als Lernentwicklungsgespräch statt, an dem mindestens ein Elternteil verpflichtend teilnimmt.

Jedes der sieben Gespräche ist vollwertig. Durch die Fragen im Protokoll, auf die sich die Schülerinnen und Schüler im Vorfeld vorbereiten, setzt jedes Gespräch je nach Zeitpunkt im Schuljahr und Jahrgangsstufe eigene inhaltliche Akzente. So begleitet das Coaching durch ein ganzes Schuljahr hindurch.


Wer coacht?

Die Klassenleitung

In jeder Klasse gibt es in der Regel zwei gleichwertige Klassenleiterinnen oder Klassenleiter. Sie teilen sich die Schülerinnen und Schüler gleichmäßig auf. Jede Schülerin und jeder Schüler hat damit eine feste Ansprechperson für das Coaching, jemanden, der sie oder ihn wirklich kennt und regelmäßig Zeit nur für sie oder ihn hat.


Vorbereitung

Vorbereitet ins Gespräch

Schülerinnen und Schüler bringen ihr Lerntagebuch zum Coaching mit. Darin haben sie im Vorfeld jahrgangsspezifische Fragen beantwortet und können das Protokoll des letzten Gesprächs nachlesen. Wer gut vorbereitet kommt, hat mehr Zeit für das Herzstück des Gesprächs: das eigene Ziel.

Ein wirklich gutes, persönliches Ziel zu formulieren ist anspruchsvoll und braucht Zeit. Es kann sich auf die Schule beziehen, auf das Miteinander in der Klasse oder auf etwas ganz Persönliches. Entscheidend ist, dass die Schülerin oder der Schüler dahintersteht, dass das Ziel wirklich ihres oder seines ist.

1
Ankommen
Smalltalk, Beziehungsaufbau
2
Situation
Was beschäftigt dich?
3
Ziel
Was möchtest du erreichen? (SMART)
4
Abschluss
Protokoll, Dokumentation
Begleiter durch die Schuljahre

Das Lerntagebuch

Jede Schülerin und jeder Schüler erhält am Campus Cordis ein persönliches Lerntagebuch. Es begleitet durch alle Jahrgangsstufen und enthält für jedes Schuljahr die Coachingprotokolle. Vor jedem Gespräch bereiten sich Schülerinnen und Schüler anhand altersgerechter Fragen vor, zur aktuellen Situation, zu Stärken und zu dem, was sie sich vornehmen möchten. Es ist eine Einladung, sich selbst besser kennenzulernen.

Protokoll

Am Ende jedes Gesprächs halten Schülerinnen und Schüler ihr Ziel und mögliche Maßnahmen selbst im Protokoll fest. Das Protokoll wird von der Schülerin oder dem Schüler, der Lehrkraft und (im Nachgang) den Eltern unterschrieben.

SMART-Ziele

Die Schülerin oder der Schüler formuliert das persönliche Ziel selbst. Das braucht Übung und Mut und es wächst über die Jahre.

Rückblick

Jedes Folgegespräch beginnt mit dem Blick auf das letzte Ziel: Was ist gelungen? Was war schwierig? Was hat geholfen? Was hat gehindert? Dieser Rückblick ist oft genauso wertvoll wie das neue Ziel.

Jahrgangsspezifisch

Die Fragen im Lerntagebuch wachsen mit den Schülerinnen und Schülern mit, von Klasse 5 bis Klasse 10, immer passend zur jeweiligen Altersstufe.

Das Lerntagebuch ist kein Beurteilungsinstrument. Es gehört der Schülerin oder dem Schüler und dient maßgeblich der Dokumentation der persönlichen Entwicklung.
Eltern

Seien Sie dabei

Zweimal im Schuljahr findet das Coaching als Lernentwicklungsgespräch statt. Das Kind führt das Gespräch und Eltern sind herzlich eingeladen, als Gasthörerin oder Gasthörer dabei zu sein. So erlebt man, wie das Kind über sich selbst spricht, welche Ziele es sich setzt und wie es seine eigene Entwicklung einschätzt.

Das sind Momente, die weit über Noten und Leistungen hinausgehen. Man erlebt, wie viel das Kind bereits über sich selbst weiß und wie sehr wir uns als Schule um die persönliche Entwicklung jedes einzelnen bemühen.


Termine

Sie wissen früh, wann es losgeht

Die Termine für alle sieben Coachinggespräche werden zu Beginn des Schuljahres übermittelt. Sie stehen bereits im Lerntagebuch oder werden beim ersten Elternabend bekannt gegeben.

Lernentwicklungsgespräche

Die beiden Termine mit Elternbeteiligung werden über einen Online-Link zur Terminvergabe gebucht. Dieser Link wird rechtzeitig über LernSax verschickt.

Coachinggespräche ohne Eltern

Die anderen fünf Termine vereinbart die Lehrkraft direkt mit der Schülerin oder dem Schüler.

Es gehört auch zur Aufgabe am Campus Cordis, dass die Schülerinnen und Schüler ihre Coachingtermine immer im Blick haben. Auch dabei hilft das Lerntagebuch.