Kololo Senior Secondary School, Kampala
Gegründet 1952 in der ugandischen Hauptstadt, ist die Kololo S.S.S. eine der renommiertesten staatlichen Schulen Ugandas. Ihr Motto lautet: Lead Kindly Light. Die Schule legt großen Wert auf Bildung für alle und den Schutz natürlicher Ressourcen, unter anderem durch den Eco Skin Club, eine Initiative, die Materialien wiederverwertet und klimabewusstes Handeln im Schulalltag verankert.
Vor dem Schulgebäude der Kololo S.S.S., September 2025
Vom 14. bis 26. September 2025 reisten zehn Jugendliche und drei Erwachsene unserer Schulgemeinschaft, begleitet von einem Elternteil, nach Kampala. Das Ziel: einen Schulgarten anlegen und eine Partnerschaft mit Leben füllen.
Warum Uganda?
Sachsen und Uganda verbindet seit einigen Jahren eine aktive Länderpartnerschaft. Eine ihrer tragenden Säulen ist die Förderung von Schulpartnerschaften sowie die Zusammenarbeit der sächsischen und ugandischen Zivilgesellschaft. Koordiniert wird dies durch das Entwicklungspolitische Netzwerk Sachsen e.V. (ENS) in Dresden, das mit der ugandischen Organisation Katosi Women Development Trust in Kampala zusammenarbeitet. Beide Seiten begleiten Schulen auf dem Weg zueinander und unterstützen bei der Vorbereitung von Begegnungsreisen. Inzwischen sind so bereits rund zehn solcher Partnerschaften entstanden.
Der Kern einer solchen Begegnung ist der direkte Austausch mit Gleichaltrigen aus einem anderen Land, jenseits von Büchern und sozialen Medien. Interkulturelle Kompetenzen, Sprachkenntnisse und das Bewusstsein für globale Zusammenhänge wachsen dabei ganz natürlich. Besonders wichtig ist, dass Partnerschaften auf Augenhöhe stattfinden: Beide Seiten bringen ihre Erfahrungen und Stärken ein.
Wie alles begann
Die Entscheidung für diese Partnerschaft fiel 2022, als die Kololo einer Delegation sächsischer Schulleitungen ihren Eco Skin Club vorstellte. Die Initiative steht für das, was die Schule insgesamt auszeichnet: Bildung als Verantwortung gegenüber Umwelt und Gemeinschaft. Diese Haltung trifft sich unmittelbar mit dem, wofür der Campus Cordis steht.
Der Besuch in Kampala, September 2025
Die ersten Tage vor Ort gehörten dem gegenseitigen Kennenlernen. Die anfängliche Scheu durch die Sprachbarriere verlor sich schnell. Englisch ist für die ugandischen Schülerinnen und Schüler Amtssprache, für uns Fremdsprache. Die Gastgeber waren damit klar im Vorteil und wir nutzten jede Gelegenheit, unsere Kenntnisse weiterzuentwickeln.
Aufbruch nach Kampala
Herzliche Verbindungen entstanden rasch
Ein Schulgarten entsteht
Das zentrale Vorhaben war der Bau eines Schulgartens auf dem Schulgelände, damit die Schülerinnen und Schüler dort mehr Abwechslung in ihr Essen bekommen. Maßgeblich unterstützt hat uns dabei Slow Food Uganda, bei Recherche, Pflanzenauswahl und konkreter Bauphase. Werkzeug und Pflanzen wurden gemeinsam eingekauft, dann packten alle an. Die Arbeit im roten ugandischen Boden schweißte beide Gruppen schnell zusammen.






Gartenarbeit auf dem Gelände der Kololo S.S.S. und alle packten mit an
Ausflüge und Begegnungen
Neben der Gartenarbeit erkundeten wir Uganda. Ein unvergesslicher Moment war der Besuch am Äquator, wo wir buchstäblich zwischen beiden Hemisphären standen. Und zwischendurch entstanden Freundschaften, die den Rahmen eines offiziellen Austauschs längst hinter sich gelassen hatten.
Am Äquator, auf der Grenze zweier Hemisphären
Ein letzter gemeinsamer Blick
Was bleibt – AG Globales Engagement
Zurück in Dresden gründete sich die AG Globales Engagement. Dort werden die Zusammenhänge des eigenen Handelns für andere Teile der Welt diskutiert, analysiert und in konkrete Schritte übersetzt. Die Partnerschaft selbst läuft weiter: E-Mails, Nachrichten, Videocalls. Eine gelebte Verbindung, nicht nur eine auf dem Papier.
Eine Delegation sächsischer Schulleitungen begegnet dem Eco Skin Club der Kololo. Die gemeinsamen Werte werden zum Fundament.
Zehn Jugendliche und drei Erwachsene reisen nach Kampala. Es entsteht ein Schulgarten und vor allem: eine Gemeinschaft.
In Dresden bildet sich die AG, um die Erfahrungen weiterzudenken und neue Schritte zu erarbeiten.
Schülerinnen und Schüler aus Kampala kommen nach Dresden. Kololo besucht den Campus Cordis.
Wer sich in der AG Globales Engagement einbringen möchte, meldet sich herzlich gern bei:
scholzes@gmscc.lernsax.de
Mehr über die Uganda-Sachsen Partnerschaft und die Möglichkeit, selbst eine Schulpartnerschaft aufzubauen, gibt es bei der zuständigen Koordinierungsstelle: www.uganda-sachsen-partnerschaft.de.
